23.06.2021

Mit dem Oldtimer in den Urlaub fahren: Das solltest du beachten!

Hegst du schon lange den Traum, mit deinem heißgeliebten Oldtimer einmal in den Urlaub zu fahren? Sei es nach Norden, an der Ostsee vorbei und durch die tiefen, weitläufigen Wälder Skandinaviens oder Richtung Süden über den Brenner nach Italien oder doch nach Frankreich in die sanfte Hügellandschaft der Provence, durch Lavendelfelder und atemberaubende Kulissen des mediterranen Alpenraums. All das am Steuer eines Oldtimers zu erleben ist gleich doppelt so schön. Für den perfekten Urlaub mit Oldtimer haben wir in unserem Blogartikel Tipps und Tricks, was du bei den Vorbereitungen und der Planung beachten musst.

Das Allerwichtigste ist, dass sich dein Wagen in einem einwandfreien Zustand befindet, da die Substanz deines Fahrzeugs schon mehr als dreißig Jahre auf dem Buckel hat. Du solltest vorher unbedingt ausgedehnte Test-Touren unternehmen, um auch verborgene Probleme erkennen zu können. Schläuche oder Kabel-Ummantelungen können über all die Jahrzehnte verrotten und sich auflösen, daher ist es zwingend notwendig, vor der Fahrt den Wagen noch einmal gründlich durchchecken zu lassen – wer selbst nicht über die notwendige jahrelange Erfahrung als Schrauber verfügt, sollte das von der Werkstatt des Vertrauens durchführen lassen. Gerade Verschleißteile wie Zahnriemen und Achslager können im worst case den Trip frühzeitig beenden.

Benötigt dein Wagen Bleiersatz-Additiv?

Viele Fahrzeuge benötigten früher ursprünglich bleihaltiges Benzin, das es mittlerweile in Europa nicht mehr zu kaufen gibt. Das Bleiersatz-Additiv ist für ebenjene Oldtimer dringend notwendig während im Ausland die Versorgung unter Umständen nicht gewährleistet ist. Es bedarf also eines ausreichenden Vorrats, damit einer sorgenfreien Fahrt in den Urlaub mit dem Oldtimer nichts im Wege steht. Bei uns bekommst du das Blei-Additiv zum Dauer-Niedrigpreis.

Mann schraubt am Motorblock.

Damit auch während deiner Reise mit dem Oldtimer nichts schief geht, solltest du immer einen Grundstock an Ersatzteilen dabei haben.

Ersatzteil-Notfallpaket

Nicht nur die Verfügbarkeit von Additiven ist im Ausland nicht immer gegeben, auch auf die Teileverfügbarkeit kannst du dich im Ernstfall nicht verlassen. Daher ist es ratsam, sich ein gewisses Notfallpaket an Ersatzteilen wie Bremsbelägen, Schläuchen, Ölen, Filter, Additiven und anderen möglichen Problemverursachern zusammenzustellen. Bei Cabrios solltest du zusätzlich auch an eine Reparaturset fürs Dach denken. Ein gründlicher Blick nach allen Flüssigkeiten, dem Ölstand und möglichen Lecks unter dem Wagen, vor Beginn der Fahrt und bei Pausen, schützt außerdem vor unerwünschten Überraschungen. Für ADAC-Mitglieder besteht die Absicherung, dass Ersatzteile aus Deutschland ins Ausland geliefert werden können, das Mitglied trägt lediglich die Materialkosten.

Früh losfahren lohnt sich

Ein Reise in die Vergangenheit bedeutet auch eine Reise in die Zeiten, bevor Alarmanlage, ABS und Airbag serienmäßig dabei waren. Eine vorsichtige und vorausschauende Fahrweise ist also zwingend vonnöten. Warndreieck und Verbandskasten dürfen unter keinen Umständen vergessen werden! Allerdings ist zu erwähnen, dass das Autofahren im benachbarten europäischen Ausland meist deutlich entspannter ist, da beim Linksüberholen kein Risiko eines herannahenden Wagens mit 220 km/h besteht. Die Tatsache, dass es in Italien, der Schweiz, Österreich und Frankreich Mautstraßen gibt, sorgt dafür, dass diese Autobahnen meist auch nicht so überfüllt sind wie im Transitland Deutschland, wo alle Waren von Süd nach Nord, Ost nach West und umgekehrt hindurchgeführt werden. Ein früher Reisebeginn in Deutschland ist zu empfehlen, so dass die Autobahn sehr leer ist und du schnell ins Ausland kommst, wo es angenehmer mit dem Oldtimer in den Urlaub zu fahren ist.

Deutsche Autobahn mit wenig Verkehr.

Frühes Losfahren lohnt sich! Freie Fahrt für dich und deinen Oldtimer, bevor der übliche Wahnsinn auf Deutschlands Straßen wieder losgeht.

Diebstahlschutz und Sicherheitstechnik

Wunderschöne historische Fahrzeuge erregen Aufsehen, leider auch bei Menschen mit weniger guten Intentionen. In unseren Artikeln über die Katalysator-Banden und den Diebstahlschutz für Oldtimer haben wir bereits die Risiken eines Diebstahls eingehend behandelt. Hinzu kommt allerdings nun, dass dein Wagen sich erstens im Ausland befindet und zweites möglicherweise in einer abgelegenenUrlaubsgegend, daher solltest du unbedingt darauf achten, dein Fahrzeugin der Öffentlichkeit abzustellen, im Optimalfall natürlich in der Hotelgarage oder einer zur Ferienwohnung gehörenden sicheren Abstellmöglichkeit. Mit ein paar Hilfsmitteln kannst du deinen Wagen darüber hinaus noch gegen Manipulation und Diebstahl absichern. Mit spexor, dem mobilen Alarmgerät von Bosch kannst du deinen Oldzimer gegen sämtliche Gefahren schützen. Er reagiert auf Veränderungen des Luftdrucks und minimale, kaum messbare Erschütterungen, die sofort Alarm auslösen und dich über das Smartphone benachrichtigen. So kannst du im Zweifelsfall umgehend handeln, bevor es zu spät ist. Mit dem kleinen, handlichen Meintal GPS-Tracker kannst du deinen Wagen ständig überwachen und im Falle eines Diebstahls verfolgen. Er sendet dir einen Alarm auf dein Handy, sollte sich dein Wagen bewegen, was dir ein sofortiges Reagieren ermöglicht. Das Micare PS Diebstahlschutzset sorgt dafür, dass du deinen PKW im Falle eines Diebstahls zweifelsfrei identifizieren kannst. Außerdem bietet dir der Service die Rückholung durch erfahrene Ermittler, auch im Ausland. Der beste Schutz ist aber immer noch ein sicherer Abstellplatz, damit bei deiner Fahrt in den Urlaub mit dem Oldtimer nichts Unvorhergesehenes passiert.

Mit verschiedenen Hilfsmitteln kannst du dich und deinen Oldtimer im Ausland schützen. Der Meintal GPS-Tracker von Prothelis gehört zu den Marktführern und bietet umfangreichen Schutz, inklusive Alarm auf dein Handy.

Versicherungsverträge überprüfen

Vor dem Fahrtantritt solltest du dich noch vergewissern, dass dein Oldtimer auch im Ausland versichert ist. Der OCC, Deutschlands größter und TÜV-prämierter Versicherer für historische Fahrzeuge, sorgt für Schutz innerhalb der Grenzen des gesamten geographischen europäischen Gebiets sowie außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich der EU gehören – sprich Schweiz und Norwegen beispielsweise. Auf die Frage, ob Versicherungsnehmer mit ihrem Oldtimer in Urlaub fahren dürfen, antwortet der OCC: „Selbstverständlich dürfen Sie mit Ihrem Klassiker in den Urlaub fahren. Genießen Sie Ihre Reise – aber bitte beachten Sie die vereinbarte Jahresfahrleistung“. Du solltest also unbedingt vorher überprüfen, ob die Kilometeranzahl deines abgeschlossenen Vertrages durch deine Reise nicht überschritten wird.

Straße in den Bergen bei Sonnenuntergang

Mit dem Oldtimer durch die atemberaubende Landschaft der Provence oder einen anderen Sehnsuchtsort fahren. Worauf wartest du noch?

Letzter Tipp: Fahrt genießen!

Alles in allem braucht die Vorbereitung einer Fahrt mit dem Oldtimer in den Urlaub etwas mehr Zeit, aber wenn du all diese Parameter beachtet hast, dann dann wartet eine wunderschöne Reise mit deinem Oldie auf dich, die nicht mit einer Fahrt mit einem modernen Auto vergleichbar ist. Ein paar Komfort-Extras wie Klimaanlage und Servolenkung mögen zwar fehlen, allerdings ist das ursprüngliche Fahrgefühl eines Oldtimers mit nichts zu ersetzen. Deshalb so schnell wie möglich ein Ziel aussuchen, Koffer packen und los! Lass die Fenster runter, genieße die Aussicht, den Fahrtwind und das Brummen deines Klassikers, denn der Weg ist das Ziel.