1 - Die Restauration eines Oldtimers kostet im Schnitt 11.986€.

Eine europaweite Studie aus dem Jahr 2014 hat ergeben, dass die komplette Restauration eines Oldtimers im Durschnitt 11.986€ kostet. Dazu gehören sowohl technische Arbeiten als auch Umbauten im Innenraum des Fahrzeugs.

Dieser recht ansehnliche Preis ist vermutlich auch der Grund dafür, dass im Zeitraum von 2004 bis 2014 in Europa nur 1,1 Kfz pro Oldtimer-Besitzer restauriert worden sind – 11.986€ sind immerhin 16,7% des durchschnittlichen Haushaltseinkommens eines Oldtimer-Besitzers.

Weitere interessante Ergebnisse der oben genannten FIVA-Studie lesen Sie in der Präsentation auf adac.de nach.

2 - Eine frühere Bezeichnung für Oldtimer war „Schnauferl“.

Etwa bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bezeichnete man Oldtimer auch umgangssprachlich als „Schnauferl“. Dieser Ausdruck ist aber nicht so verniedlichend gemeint, wie er klingt: Er bezieht sich auf die charakteristischen Geräusche des Schnüffelventils, das in den frühen Viertaktmotoren Verwendung fand.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Schnüffelventil von anderen Arten der Ventilsteuerung abgelöst – es war für die hohen Drehzahlen moderner Motoren nicht geeignet.

Wie der typische Viertaktmotor funktioniert, erfahren Sie im folgenden Video.

3 - Der erste Oldtimer-Club Deutschlands hatte einen Spargel als Wappen.

Wir schreiben den 25. Mai 1900. Im Hotel Victoria treffen sich 5 Automobil-Begeisterte zum gemeinsamen Spargelessen. Keinen Monat später wird auf der Allgemeinen Motorfahrzeug-Ausstellung der erste Oldtimer-Club Deutschlands ausgerufen: der intern. Auto-Spargel-Club, kurz ASC.  

Relativ schnell benannten die Gründer den ASC in den Allgemeinen-Schnauferl-Club um. Der aufrecht stehende Spargel als Wappensymbol blieb dem Verein aber bis 1901 erhalten. Danach wurde das Spargel-Symbol durch einen De Bion-Bouton-Einzylindermotor ersetzt.

4 - Jedes 100ste Auto in Europa ist ein Oldtimer.

Abseits von Ausstellungen und Rallyes muss man schon genauer hinsehen, wenn man einen Oldtimer im Straßenverkehr erkennen will: einer Studie zufolge ist nur etwa jedes 100ste Auto in Europa ein Oldtimer. Kommt hinzu, dass lediglich 17% aller Oldtimer öfter als 3 Mal pro Woche gefahren werden, ist die Sichtung eines historischen Fahrzeugs durchaus etwas Besonderes.

5 - Die Durchquerung des Ärmelkanals mit dem Auto dauerte knapp 6 Stunden.

Mit dem Amphicar sollte es Privatnutzern im Jahre 1961 erstmals möglich werden, sich sowohl an Land als auch im Wasser fortzubewegen: am Heck der schwimmfähigen Fahrzeugkarosserie waren zwei Propeller befestigt. Damit konnte das Amphicar im Wasser eine Geschwindigkeit von 12 km/h erreichen. 

1962 gelang es 2 mutigen Franzosen, mit dem Amphicar den Ärmelkanal zu durchqueren. 5 Stunden und 50 Minuten brauchten die beiden für die 34 Kilometer lange Strecke – ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, dass das Amphicar nicht für die Benutzung im Salzwasser ausgelegt war.

Aufgrund der geringen Nachfrage wurde die Produktion der schwimmfähigen Fahrzeuge jedoch nach 3.878 Exemplaren eingestellt. Heute existieren nur noch etwa 1.000 Exemplare der kultigen Oldtimer, weshalb sie in der Szene sehr gefragt sind.

Mehr Informationen über das Amphicar erhalten Sie auf spiegel.de.

6 - Der größte Autofriedhof der Welt umfasst über 4.000 Fahrzeuge.

 „Dont cry becus it over – Smile becus it happened.“ Mit diesen Worten werden die Besucher des größten Autofriedhofs der Welt begrüßt. Mehr als 4.000 Fahrzeuge verrotten in dem 14 Hektar großen Waldstück im amerikanischen Bundesstaat Georgia.

Die Autowracks sind teilweise mit Moos bewachsen, teilweise von Wurzeln oder gar Baumstämmen durchdrungen. Für Autofans und Fotografen ist „Old Car City“ ein Paradies.

Einige Impressionen bietet folgendes Video:

Auch in Deutschland gibt es einen solchen Autofriedhof. Mehr darüber erfahren Sie auf lokalkompass.de.

7 - Die längste Oldtimer-Rallye der Welt ging einmal um den Globus.

Von London nach London in 80 Tagen – so lautete das Motto der Endurance Rally Association, als sie im Jahre 2000 zur längsten Oldtimer-Rallye der Welt aufrief, an der 43 Fahrzeuge teilnahmen.

Die Strecke führte zunächst quer durch Europa nach Istanbul, von dort aus über die Seidenstraße in Richtung Peking. Mit dem Flugzeug wurden die Fahrzeuge nach Alaska transportiert und fuhren von dort bis New York City. Nach einem weiteren Flugtransport führte die letzte Etappe von Marrakesch über die Pyrenäen zurück nach London. Dies ist bisher die längste Oldtimer-Rallye der Welt – sowohl die Distanz als auch die Dauer von 80 Tagen betreffend.   

8 - Die ältesten noch fahrenden Fahrzeuge der Welt werden mit Dampf betrieben.

Der De Dion Bouton Et Trepardoux Dos-A-Dos Steam Rounabout von 1884 – oder kurz „La Marquise“ genannt – ist eins der ältesten, noch funktionierenden Kfz der Welt. Angetrieben wird es durch 2 Dampfmaschinen mit jeweils 2 PS Leistung. Mit einer Tankfüllung kann man 32 Kilometer weit fahren – bevor der Wagen sich in Bewegung setzt, muss der Heizkessel jedoch etwa 45 Minuten erhitzt werden.


[Video-Link: https://youtu.be/riO3UUC9qo0 ]

Dampfahrzeuge gibt es seit 1769 – es waren die ersten Kfz überhaupt. Erst 1914 hatten benzin- und gasbetriebene Fahrzeuge ihre dampfbetriebenen Vorgänger vollständig abgelöst. Exoten wie „La Marquise“ oder der noch ältere „Greenville Dampfwagen“ von 1875 bleiben uns aber bis heute funktionstüchtig erhalten.

9 - 5 Mio. Kilometer mit nur 2 Motoren: Der Volvo P1800 S ist Rekordhalter.

Als Irv Gordon im Jahre 1966 zum ersten Mal den Motor seines Volvo P1800 S startete, hätte er bestimmt nicht geglaubt, dass er mit diesem Auto einen Weltrekord aufstellen würde. Seit 1987 hält Gordons Volvo den Kilometerrekord für Pkw – ohne, dass außergewöhnliche Reparaturen am Wagen durchgeführt werden mussten.

2013 knackte Gordon die 3 Millionen-Meilen-Marke – das entspricht etwa 4,8 Millionen Kilometern. Nur 2 Motoren brauchte der P1800 S, um diese bewundernswerte Distanz zurückzulegen. In einem Interview sagte Irv Gordon über seinen Volvo: „Ob ich die 4 Millionen Meilen schaffe, ist mehr von mir als vom Auto abhängig. Das Auto könnte es durchstehen, aber bei mir bin ich mir da nicht sicher.“

10 - Seit 2001 ist die Zahl der eingetragenen H-Kennzeichen um 444,2 % gestiegen.

Seit 1997 das H-Kennzeichen eingeführt wurde, nehmen immer mehr Auto-Fans die Vorteile einer Oldtimer-Zulassung in Anspruch.  Waren 2001 noch knapp 65.000 Kfz mit H-Kennzeichen angemeldet, hat sich die Zahl in den darauffolgenden Jahren verfünffacht: 2015 fuhren in Deutschland 351.000 Oldtimer mit dem H-Kennzeichen.

Weitere Informationen über die Vorteile des H-Kennzeichens und was Sie bei der Zulassung zu beachten haben, erfahren Sie in unserem Artikel „Das Oldtimer Kennzeichen – Alles, was Sie wissen müssen“.